Wie gut sind Sie auf technische Notfälle vorbereitet?

Stromausfälle, Cyberangriffe oder Ransomware-Attacken: Was lange wie ein abstraktes Risiko wirkte, ist für Firmen längst eine reale Bedrohung. Eine Bitkom-Befragung von 604 Unternehmen zeigt deutlich, wie verwundbar viele Betriebe gegenüber hybriden Angriffen und technischen Ausfällen sind. Wie ist das bei Ihnen?

Besonders alarmierend: Bei einem Internetausfall könnten viele Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb im Durchschnitt nur noch rund 20 Stunden aufrechterhalten. Jeder 5. Betrieb müsste sogar sofort die Arbeit einstellen. Diese Zahlen zeigen: IT-Sicherheit bedeutet heute weit mehr als moderner Virenschutz, robuste Firewall und vernünftige Passwort-Policy. Sind Sie mit Ihrer Firma auf den Fall vorbereitet, wenn etwa die Stromversorgung, die Internetanbindung, Cloud-Dienste oder Lieferketten ausfallen?

Notstromversorgung: oft unterschätzt, aber geschäftskritisch.
Ein besonders auffälliges Ergebnis der Studie: Nur 20 % der Unternehmen verfügen aktuell über eine Notstromversorgung, weitere 30 % planen immerhin, eine solche einzurichten. Damit hat jeder 2. Betrieb entweder keine Notstromlösung oder befindet sich erst in der Planungsphase. Dabei ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für viele IT-Umgebungen ein zentraler Baustein der Ausfallsicherheit. Sie schützt Systeme nicht nur bei längeren Stromausfällen, sondern auch bei Spannungsschwankungen, kurzen Unterbrechungen oder Netzstörungen.

Backups allein reichen nicht aus.
Viele Unternehmen haben inzwischen verstanden, dass Backups unverzichtbar sind. Laut Bitkom verfügen 57 % der befragten Firmen immerhin über Datensicherungen und haben auch erfolgreiche Restore-Tests durchgeführt. Das ist positiv, reicht aber nicht aus. Denn ein Backup schützt zwar vor Datenverlust, stellt aber nicht automatisch die Handlungsfähigkeit sicher. Wenn kein Strom vorhanden ist, keine Netzwerkverbindung besteht oder niemand weiß, in welcher Reihenfolge Systeme wiederhergestellt werden müssen, bleibt der Betrieb trotzdem unterbrochen.

IT-Resilienz ist keine Einzelmaßnahme.
Moderne Resilienz entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen: Cybersecurity schützt vor Angriffen, Backup- und Recovery-Konzepte sichern Daten und ermöglichen die Wiederherstellung, das Netzwerkdesign reduziert die Anfälligkeit einzelner Komponenten und die USV- und Notstromlösungen sichern die Energieversorgung kritischer Systeme. Über das Monitoring werden Störungen frühzeitig erkannt und Notfallpläne sorgen dafür, dass im Ernstfall nicht improvisiert werden muss.

Was sollten Sie tun?
Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme. Welche Systeme sind geschäftskritisch? Welche Prozesse dürfen maximal wie lange ausfallen? Welche Abhängigkeiten bestehen von Strom, Internet, Cloud-Diensten, Telefonie, Zahlungsverkehr oder externen Dienstleistern?

Hier einige Handlungsempfehlungen:
1. Kritische IT-Infrastruktur identifizieren
2. USV- und Notstromkonzept prüfen
3. Backup-Strategie inklusive Restore-Tests etablieren
4. Notfallplan erstellen
5. Alternative Kommunikationswege vorbereiten
6. Regelmäßig Tests unterziehen und aktualisieren
 

Fazit: Ausfallsicherheit als wichtige Basis.
Viele Unternehmen wissen um Risiken, sind aber noch nicht ausreichend auf diese vorbereitet. Wer heute in sichere, belastbare und durchdachte IT-Strukturen investiert, schützt nicht nur die Daten. Es werden zugleich die Lieferfähigkeit, die Kommunikation, die Kundenbeziehungen und natürlich die wirtschaftliche Stabilität gesichert.

Eine professionelle Absicherung Ihrer IT für den Notfall ist kein Randthema, sondern ein wichtiger Baustein. Denn IT-Sicherheit beginnt nicht erst bei der Firewall – sie beginnt bei der Frage, ob die Systeme im Ernstfall überhaupt weiterlaufen können.


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